Dienstag, 22. Dezember 2009

Apple Angriff auf Kabel-TV

Disney und "Gossip Girl"-Produzent CBS an Abo-Angebot interessiert - Apple Tablet soll im März kommen

Apples Pläne seinen Musik-Serivce iTunes zu überarbeiten und Fernsehsendungen zum Abo-Preis anzubieten, scheinen immer konkretere Formen anzunehmen. Bereits im Sommer 2009 waren erste Gerüchte aufgetaucht, dass das Unternehmen aus Cupertino den traditionellen Kabel-TV-Anbietern das Business streitig machen will. Einem Bericht des Wall Street Journals zufolge überlegen CBS und Disney Vereinbarungen mit Apple einzugehen.

Details offen

Der Service soll informierten Kreisen zufolge 2010 starten und verschiedene TV-Channels zum Abo-Preis von etwa 30 US-Dollar im Monat bieten. Unklar ist bislang, ob einer der Sender bereits fix zugesagt hat und welchen Umfang das Angebot haben könnte. So sei ein Diskussionspunkt, ob etwa alle Sendungen und Serien eines Senders zur Verfügung gestellt werden sollen.

Neues iTunes

Das Vorhaben sei jedenfalls Teil eines größeren Plans, iTunes neu zu gestalten. Apple hat vor kurzem den Musik-Streaming-Service Lala übernommen. Beobachter gehen davon aus, dass man die Technologie in Cupertino unter anderem dazu nutzen wolle, um iTunes in eine Art Social Broadcasting Plattform zu verwandeln, über die jeder User eigene Videos veröffentlichen kann. Gleichzeitig mit dem Kauf hat das Unternehmen auch erstmals Videos-Streaming-Apps im App Store zugelassen. Über iTunes sollen in Zukunft den Gerüchten zufolge Streaming-Videos, Sender-Abos und auch wie in den USA auch bisher einzelne Serien und Filme zur Auswahl stehen.

Unternehmen skeptisch

Ganz reibungslos dürften Apples Pläne nicht über die Bühne gehen, denn Medienunternehmen wie Viacom, Time Warner und Discovery Communications stehen dem Angebot offenbar skeptisch gegenüber. Die Sender befürchten, dass Apple keine Werbung schalten will und ihnen dadurch hohe Einnahmen entgehen. Die genauen Details seien dem Bericht zufolge aber noch nicht ausgearbeitet und Verhandlungssache. Apple könnte 2 bis 4 US-Dollar pro Abonnent für Sender wie CBS oder ABC und 1 bis 2 Dollar für kleinere Sender bezahlen. Das sei teilweise mehr als die Sendeanstalten von Kabel-TV-Betreiber bekämen.

Disney und CBS

Disney gilt als relativ sicherer Kandidat, um mit Apple ins Geschäft zu kommen. Apple-CEO Steve Jobs ist größter Anteilseigner an dem Unternehmen. Damit könnten über iTunes Sender wie ABC, der Disney Channel oder ABC Family anboten werden. Auch CBS sei laut mit den Verhandlungen vertrauten Personen interessiert, Sender wie The CW über den die populäre Serie "Gossip Girl" ausgestrahlt wird, über iTunes zur Verfügung zu stellen. Die Serie gilt auf iTunes als eine der erfolgreichsten Shows, die Apple derzeit bereits zum Download anbietet.

Keines der Unternehmen will zu den Gerüchten Stellung nehmen. Wann und in welcher Form ein derartiges Angebot über iTunes starten könnte, ist noch nicht klar. Die Verhandlungen betreffen zudem offenbar nur die US-Sender. Ob derartige Gespräche auch in Europa geführt werden, ist nicht bekannt.

Apple Tablet

Die selben Personen, mit denen das Wall Street Journal gesprochen hat, haben zudem März als Erscheinungstermin für das Apple Tablet genannt. Der Termin ist nicht neu und wurde Anfang Dezember schon von Oppenheimer-Analyst Yair Reiner ins Auge gefasst. Offenbar soll im Februar mit der Produktion begonnen werden. Ob der Launch des Apple Tablets mit dem Start eines neuen iTunes-Angebots zusammenfallen könnte, geht aus den bisherigen Berichten nicht hervor. Da das - offiziell natürlich noch immer nicht bestätigte Gerät - aber offenbar als multimediales Entertainment Gadget mit größerem Display als iPhone und iPod Touch geplant ist, wäre eine gemeinsame Präsentation sinnvoll.

Tracker für Freund und Feind


"One Force Tracker" lokalisiert und kommuniziert in Echtzeit - System universell erweiterbar

Das Rüstungsunternehmen Raytheon hat vergangenen Mittwoch im Rahmen der 2009 Intelligence Warfighting Summit in Tucson eine iPhone-Applikation vorgestellt, die auf Echtzeitkarten Freunde und Feinde live lokalisieren kann und eine sichere Kommunikation ermöglicht.

Universell

Die App funktioniere laut den Entwicklern auf jedem iPhone. Neben den bekannten GPS-Funktionen soll die "One Force Tracker" genannte Anwendung auch Status-Updates in Echtzeit liefern. So können Soldaten feindliche Stellungen markieren und an die Zentrale weitergeben. Von dort aus, werden die neuen Informationen an alle Verbündeten ausgesandt. Der Dienst soll auch Zwischenfälle mit befreundeten Truppen minimieren. Die Echtzeitkarte erlaube rasche Änderungen an Plänen. Soldaten würden so unmittelbar über umgeleitete Truppenzüge in Kenntnis gesetzt.

Ausbaubar

Um für den Krieg gerüstet zu sein, will Raytheon dennoch ein wenig Hand am iPhone anlegen. Für die universelle Kommunikation sei es laut dem Hersteller notwendig, dass für die App GPS und Sprachkommunikation gleichzeitig funktionieren. Das Unix-Betriebssystem des iPhones ließe dies eigentlich zu, doch Apple beschränkt die Multitasking-Fähigkeiten des Geräts, um den Stromverbrauch zu minimieren. Raytheon will deshalb eine schlagfeste Hülle für das Handy anbieten, die einen zusätzlichen Akku integriert.

Künftig sollen über die Schnittstelle des iPhones weitere Funktionen hinzugefügt werden. An welche Art der Sensoren man dabei denke, wollte das Rüstungsunternehmen bislang allerdings noch nicht sagen. Zur sicheren Kommunikation haben die Entwickler die Kommunikation codiert. Für einen besseren Datenschutz vor Hackern müsste allerdings ein Hardwareverschlüsselung an das iPhone angedockt werden.

Ziviler Einsatz

Wie aus dem Bericht der New York Times hervorgeht, muss der "One Force Tracker" allerdings nicht zwangsläufig für kriegerische Einsätze genutzt werden. So soll die Anwendung auch den Einsatzkräften der Polizei, Feuerwehr oder Rettung dienlich sein.

Gleichzeitig arbeitet Raytheon auch an weiteren zivilen iPhone-Applikationen. Unter anderem an einem Trainingssystem für Fluglotsen.

Head-Tracking-System

Technologie soll intuitiveres Zusammenspiel von Betrachter und Displays ermöglichen

Apple hat einen Patentantrag eingereicht, der "neue Methoden und Systeme zur Ausrichtung der Bildschirmanzeige basierend auf der Position des Betrachters" beschreibt. Demnach arbeitet das Unternehmen an neuen Head-Tracking-Lösungen für Displays.

Betrachtungswinkel

Ziel ist es, dass der Betrachter am Display abgebildete Objekte von verschiedenen Blickwinkeln aus betrachten kann, in dem er auf natürliche Weise seinen Kopf in die eine oder andere Richtung neigt. Dies soll ein intuitiveres Zusammenspiel zwischen Nutzer und Technologie ermöglichen. Die Position des Kopfes kann von einer Kamera oder Infrarotsensoren erfasst werden. Je nach Bewegung des Kopfes wird das Bild automatisch neu ausgerichtet.

Head-Tracking ist an sich keine neue Technologie. Der breite kommerzielle Einsatz ist allerdings noch nicht gegeben. Bislang nutzen neben Simulatoren auch einige wenige Spiele die Technologie. Eines der großen Projekte, die HT unterstützen werden, ist das kommende Rennspiel "Gran Turismo 5", dass in der Cockpit-Ansicht die Übersicht durch HT verbessern möchte.

Mehr iPhones als WindowsMobile Handys

Comscore-Studie zeigt deutlichen Trend in Richtung Apple - Blackberrys unangefochten an erster Stelle

Laut einer Statistik des Marktforschungsunternehmens ComScore sind in den USA erstmals tatsächlich mehr iPhones im Gebrauch als Windows Mobile-Handys. In den drei Monaten bis Ende Oktober konnte das Smartphone von Apple ordentlich zulegen, während die Nutzung von Windows Mobile-Geräten praktisch stagnierte. Unangefochten an der Spitze sind RIMs Blackberrys, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen.

Starke Konkurrenz

Einen positiven Trend verzeichnen ebenfalls Android- und Palm-Handys, wobei Android bis zu den nächsten Zahlen im Februar dank "Droid" und Co. ordentlich zulegen dürfte. Symbian ist zwar ebenfalls am aufsteigenden Ast, die Nokia-Telefone spielen in den USA allerdings noch eher eine untergeordnete Rolle.

Unter Druck

Für Microsoft wird die Schlacht am Handy-Markt im härter. Nachdem Windows Mobile 6.5 eher negative Kritiken einstecken musste, werden alle Hoffnungen auf Version 7 gesetzt. WM 7 soll allerdings erst Ende 2010 erscheinen, bis dahin läuft man in jedem Fall Gefahr Boden zu verlieren.

Get a Mac-Add


Seit 2006 heizen mehr als 60 Spots das Verhältnis zu Microsoft kräftig an und sollen AnwenderInnen zum Umsteig animieren

Im Jahr 2006 startete der US-Computerkonzern Apple seine, von TBWA\Media Arts Lab gestaltete, "Get a Mac"-Kampagne. Seit damals wurden mehr als 60 verschiedene Spots gedreht, die sich über Microsoft und PCs lustig machen und die AnwenderInnen zu einem Umstieg auf Apple animieren sollen.

"Kampagne der Dekade"

Nun hat AdWeekMedia die "Get a Mac"-Kampagne zur besten Werbekampagne der Dekade gewählt. In der Begründung heißt es: "Die mehr als 60 Ads bringen Menschlichkeit in die Welt der Techik. Die "Live-Cartoon"-artigen Spots zeigen ein tiefes Verständnis für die AnwenderInnen und deren Art und Weise sich - auch emotionell - mit Technologie zu identifizieren. Die Genialität liegt auch im Casting: Der Mac-Guy, Justin Long, ist eine jüngere Version von Steve Jobs - der sich in seiner Haut wohl fühlt und dem PC-Guy, John Hodgman, als rundliche, blasse Version von Bill Gates. Für Apple als Marke schaffte die Kampagne den Eindruck man sei ein cooles und gesetztes Unternehmen, das sich über seine Konkurrenten lustig macht."

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Apple-Tablet soll im April ohne OLED kommen

Das Unternehmen soll laut Analysten mit Verlegern verhandeln, um Bücher nach App Store-Modell anzubieten

Zunächst hieß es, das ominöse Apple-Tablet kommt im Jänner. Dann war man von einem Start im Herbst 2010 ausgegangen. Nun will Oppenheimer-Analyst Yair Reiner erfahren haben, dass im Februar mit der Produktion begonnen werden soll. Der Marktstart würde damit auf Ende März oder April fallen, wie MarketWatch den Analysten zitiert.

Multitouch, kein OLED

Als Display soll ein 10,1 Zoll großer LCD-Multitouchscreen zum Einsatz kommen und kein OLED-Bildschirm, wie es zunächst geheißen hat. Medienberichten zufolge hätte die Integration eines OLED-Displays zu Verzögerungen geführt, weshalb das Tablet erst in der zweiten Jahreshälfte erwartet wurde. Apple führe zudem Gespräche mit Verlagen, um Bücher nach dem App Store-Modell anzubieten. 30 Prozent der Einnahmen sollen an Apple gehen, 70 Prozent an die Verleger. Der Preis des Geräts soll bei 1.000 US-Dollar liegen. Ob etwas an den Gerüchten dran ist, lässt sich schwer beurteilen. Apple kommentiert Berichte über mögliche Produkte nicht.

"Tablet Mac"

Erst vor kurzem war bekannt geworden, dass Apple den Namen Tablet Mac von einem US-amerikanischen Unternehmen übernommen hat. Dass es sich dabei um den offiziellen Namen handelt, ist zu bezweifeln. Es dürfte aber dennoch ein Hinweis auf das Gerät sein, mit dem Hintergrund, dass Apple es zu keinen Verwechslungen kommen lassen möchte.

Dienstag, 8. Dezember 2009

Apple kauft Musik-Streaming-Dienst

Übernahmen von Musik-Dienst Lala - iTunes soll offenbar erweitert werden

Der US-Technologieriese Apple hat den Online-Musikdienst Lala übernommen. Details zu dem Geschäft wurden bei dessen Bekanntgabe am Freitag nicht gemacht. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte jedoch, der Konzern überlege, wie er seinen Online-Laden iTunes erweitern könne. Derzeit können dort Inhalte vor allem als Downloads erworben werden. Bei Lala wird Musik vornehmlich als Stream über das Internet direkt abgespielt.

100.000 Kunden

Im Oktober sagte Lala-Gründer Bill Nguyen, sein Unternehmen habe etwa 100.000 Kunden und erziele einen Umsatz von weniger als zehn Millionen Dollar. Kürzlich ging Lala eine Partnerschaft mit Google ein. Dabei ging es darum, Nutzern Kostproben von Liedern anzubieten sowie entsprechende Links, die zu Verkaufsportalen führen. Zu Lalas Investoren zählen Bain Capital Ventures, Ignition Partners und Warner Music.

Garantieverlust durch Rauchen vorm Mac

Apple-Service soll in zwei Fällen Reparatur abgelehnt haben, da Rechner Passiv-Rauch ausgesetzt waren

Während Österreich bekanntlich als eines der letzten Raucherparadiese gilt, ist man in den USA bekanntlich besonders streng, was das Qualmen angeht. Einem Bericht von Consumerist zufolge, ist bei zwei Mac-Nutzern die Garantie erloschen, weil sie in der Nähe ihrer Computer geraucht haben.

Gesundheitsrisiken

Beide User sollen unabhängig voneinander einen iMac bzw. ein MacBook mit verlängerter Garantie zur Reparatur gebracht haben. Nachdem man beim Service jedoch herausgefunden habe, dass die Computer Zigarettenrauch ausgesetzt gewesen seien, sei die Reparatur verweigert worden und die Garantie erloschen. Als Grund seien "Gesundheitsrisiken durch Passiv-Rauch" angegeben worden.

Kein Hinweis in Garantie

Nikotin werde von der Operational Safety and Health Administration (OSHA) als biologisch gefährlicher Stoff gelistet und kontaminierte Rechner könnten daher nicht repariert werden, habe ein Apple-Mitarbeiter gegenüber einer betroffenen Kundin erklärt. In der verlängerten Garantie würde darauf jedoch nicht hingewiesen. Während der MacBook-User sein Notebook selbst reparieren konnte, bleibe der iMac-Nutzerin nur die Möglichkeit die Reparatur selbst zu bezahlen.

MacPro noch schneller

Update bringt flottere Prozessoren und größere Festplatten - Upgrade nicht gerade billig

Apple hat still und heimlich sein Flaggschiff "Mac Pro" auf Vordermann gebracht. Die Taktrate des Vierkernprozessors wurde von 2,93 auf maximal 3,33 GHz gesteigert. Allerdings schlägt das Upgrade teuer zu Buche. Im Vergleich zum Basismodell mit 2,66 GHz kostet das hochgetaktete Top-Modell gut 1.000 Euro mehr.

Mehr Platz

Neu ist auch, dass man nun für jede der maximal vier Festplatten eine Kapazität von 2 Terabyte wählen kann. Das Upgrade von den standardmäßigen 640 GB auf 2 TB kostet immerhin 315 Euro, jede weitere 2 TB-Platte wird mit 495 Euro verrechnet.

Apple hat sich den Namen "TabletMac" gesichert


Namensrechte wurden von einem US-Unternehmen auf Apple überschrieben

Apple hat den Namen "TabletMac" von dem US-Unternehmen Axiotron übernommen. Das Unternehmen bietet zu Tablets umgebaute MacBooks an. 2007 hatte Axiotron dieses modifizierte MacBook unter dem Namen TabletMac angeboten. Mittlerweile wurden die Rechte jedoch an Apple übertragen, wie MacRumors entdeckt hat.

Hinweis auf den Namen?

Der Schritt könnte ein weiterer Hinweis darauf sein, dass man in Cupertino einen Tablet-Computer entwickelt. Dass ein derartiges Produkt tatsächlich unter dem Namen TabletMac auf den Markt gebracht wird, ist allerdings zweifelhaft. Gerüchten zufolge soll das Gerät mit iPhone OS und nicht mit Mac OS X laufen. In diesem Zusammenhang tauchte bereits iPad als möglicher Name auf. Außerdem ist das Wort "Mac" bei Apples mobilen Rechnern vorangestellt.

Keine Missverständnisse

Apple hat sich den Namen also wohl eher deshalb gesichert, damit keine Missverständnisse aufkommen können. Axiotrons umgemodeltes MacBook wird nun unter dem Namen ModBook angeboten.

Blackrain "knackt" iPhone unter drei Minuten

Über 20.000 entsperrte iPhone im Netz der Mobilkom - Katz-und-Maus-Spiel zwischen Apple und den Hackern

Im Juni 2007 brachte Apple sein iPhone auf den Markt. Seither hat das Handy nicht nur den Telekommunikationsmarkt umgekrempelt, sondern hat Kultstatus erreicht. Allein der drittgrößte heimische Mobilfunker Orange hat seit September 2008 über 90.000 iPhones verkauft. So Pressesprecher Tom Tesch am Montag zum Webstandard.

20.000 entsperrte iPhones im Netz der Mobilkom

Neben Orange bietet auch noch T-Mobile das Apple-Gerät an, außerdem sind zahlreiche entsperrte Endgeräte im Umlauf. So finden sich im Netz des Marktführers Mobilkom aktuell über 20.000 entsperrte iPhones. Bei "3" sind es 10.000. Die meisten dieser Handys werden hauptsächlich aus den USA oder Kanada "importiert". Dank niedrigem Dollarkurs, sind iPhones in den beiden Ländern „günstig" zu erstehen - und zahlreiche Touristen schlagen zu.

Volkssport

Das Hacken des Handys hat sich zum Volkssport entwickelt. Mit dem einfach zu benutzenden Programm Blackrain lassen Apple-Handys in Windeseile - unter drei Minuten - knacken. Der Fachbegriff dafür wurde "jailbreaken" getauft. Dadurch ist es nicht nur möglich die Mobilfunkbindung zu umgehen, sondern man kann auch Software aufspielen, die nicht von Apple autorisiert wurde. Etwa Programme die das Iphone in einen Wlan-Router verwandeln oder die die Nutzung von Voice-over-IP-Anwendungen, wie Skype, über UMTS-Netz erlauben.

Katz-und-Maus-Spiel

Seitdem das iPhone im Handel ist, gibt es ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Apple und den Hackern. Mit jedem Software-Update von Apple, laufen unachtsame Benutzer gehackter iPhones Gefahr, ihr Gerät außer Gefecht zu setzen. Allerdings ist es der Hacker-Community bisher immer gelungen sämtliche Sicherheitsmaßnahmen von Apple zu umgehen.

Apple testet bereits nächste iPhone-Generation

Feldversuch in San Francisco im Gange - Neues Modell trägt Identifikation "iPhone3,1"

Wie MacRumors berichtet, hat Apple bereits mit den Feldversuchen für die kommende iPhone-Generation begonnen. Die Seite stützt sich dabei auf Informationen des App-Entwicklers Pandav, wonach im November erstmals iPhones mit der internen Versionsnummer 3,1 das hauseigene Programm iBart genutzt haben. iBart ist ein Info-Dienst für Nutzer des Öffentlichen Transportsystems San Franciscos.

Analysiert

Pandav bezieht seine Statistiken von PinchMedia, dass iPhone-Nutzerstatistiken auf die spezifischen Modelle des Handys herunterbricht. Das erste iPhone trägt die Identifikation "iPhone1,1", das iPhone 3GS wird als "iPhone2,1" erkannt. Beim entdeckten "iPhone3,1" müsse es sich demnach um ein neues Modell handeln. Vermutlich werden zurzeit Beta-Tester damit beauftragt, das neue iPhone unter realen Bedingungen zu testen.

Wann?

Die Tests geben Rückschluss auf die Markteinführung des neuen iPhones. Das iPhone 3GS wurde bereits im Oktober 2008 im Feld getestet und erschien im Juli 2009, daher wird das kommende iPhone für Mitte 2010 erwartet.

Dienstag, 10. November 2009

Mac OS X 10.6.2 da: Atom-Chips draußen


Apple hat das Update veröffentlicht, das über 40 Fehler behebt und nun doch keine Atom-Prozessoren mehr unterstützt

Nach dem Hin und Her mit den Developer Builds der neuen Version Snow Leopard in den vergangenen Tagen ist es nun offiziell: Apple hat Mac OS X 10.6.2 veröffentlicht und sperrt damit Intels Atom-Prozessoren aus.

Netbooks starten nicht mehr

Laut OSXDaily berichten zahlreiche User in Foren nach dem Update auf den neuen Schneeleoparden, dass ihre Netbooks mit Atom-Chip nicht mehr richtig funktionieren. Demnach bleiben die Systeme im Boot-Prozess hängen und versuchen immer wieder einen Neustart. Man geht aber davon aus, dass die Modder-Community in Kürze einen Workaround präsentieren wird. Bis dahin wird Nutzern empfohlen, das Update nicht zu installieren. Offizielle Angaben seitens Apple gibt es dazu nicht. Laut dem Unternehmen darf das Betriebssystem nur auf eigener Hardware installiert werden.

Über 40 Fehler behoben

Alle Besitzer mit einem offiziellen Mac sollten die Aktualisierung jedoch rasch einspielen. Mit dem Update wird unter anderem ein Fehler behoben, der zu Datenverlusten bei Gast-Accounts führt. Insgesamt werden über 40 Fehler ausgebügelt, die generell das Betriebssystem aber auch Probleme in Mail, MobileMe und Safari sowie mit Grafik, Druck und Netzwerken betreffen. Das Update wird ab sofort über die automatische Update-Funktion verteilt.

Parallels Desktop 5 für Mac: Mehr Leistung für Windows 7 und Spiele

Neue Version der Virtualisierungssoftware erschienen

Parallels hat die neueste Version seines Virtualisierungsprogramms Parallels Desktop 5 für Mac veröffentlicht. Die Software erlaubt den parallelen Betrieb von Windows oder Linux auf einem Apple-Computer. Der Hersteller verspricht mehr als 70 neue Features sowie eine vollständige Unterstützung von Windows 7 samt Aero-Benutzeroberfläche.

Schneller

Der Virtualisierungsspezialist betont eine 7-fach höhere Grafik-Performance für Spiele und 3D-Programme im Vergleich zur Vorgängerversion dank Unterstützung von DirectX 9Ex mit Shader Model 3 und OpenGL 2.1 für Windows 7. Unterstützt werden des Weiteren bis zu 8 virtuelle CPUs, 64-bit Windows und Snow Leopard Server 64-bit.

Die Interoperabilität wurde ebenfalls verbessert. So wurde das formatgetreue Kopieren und Einfügen von Texten und Layouts inklusive Bildern über Betriebssystemgrenzen hinweg ermöglicht.

Preis und Verfügbarkeit

Parallels Desktop 5 für Mac ist ab sofort verfügbar. Die Vollversion schlägt mit 79,99 Euro zu Buche.

Montag, 9. November 2009

iPhone-Wurm nervt mit Rick Astley


Greift geknackte Mobiltelefone mit installiertem SSH-Server an - Hintergrundbild wird mit Foto des Sängers ausgetauscht

Vom ersten real kursierenden iPhone-Wurm warnt nun der Sicherheitsdienstleister Sophos, der "ikee" genannte Schädling hat dabei einen besonderen Streich für die NutzerInnen des Apple-Mobiltelefons parat. In einer neuen Variante des Internet-Phänomens "Rickrolling" wird das Hintergrundbild des Geräts mit einem Foto des Sängers Rick Astley ausgetauscht.

Verbreitung

Eine weiterführende Schadensroutine gibt es glücklicherweise nicht, mit der Nachricht "ikee is never gonna give you up" hat man allerdings noch eine kleine Anspielung auf den Achtziger-Jahre-Hit von Astley verpackt. Nach einer erfolgreichen Infektion versucht sich "ikee" zusätzlich auf andere iPhones zu verbreiten, um dort sein optisches Unwesen zu bereiten.

SSH

Die reale Gefährdung ist allerdings ohnehin relativ eng begrenzt, kann ikee doch nur auf geknackten ("jailbroken") iPhones sein Unwesen treiben, auf denen zusätzlich ein SSH-Server installiert ist. So nutzt der Wurm denn auch keine Sicherheitslücke in der Software selbst, sondern den Umstand, dass viele NutzerInnen das Default-Passwort des SSH-Zugangs nicht ändern.

Passwort

Wer also einen SSH-Server auf seinem iPhone installiert hat, und sich vor dem Wurm schützen will, muss lediglich die Passwörter für den "root" und "mobile"-Account neu setzen. Hingewiesen sei allerdings darauf, dass diese bei jedem Firmware-Update wieder auf den Original-Zustand gesetzt werden.

Argumente

Angesichts dessen, wie relativ einfach gestrickt der Wurm ist, verblüfft, dass er sich zumindest in Australien einer gewissen Verbreitung erfreuen kann. Der Autor des Wurms selbst gibt an, die Software deswegen geschrieben zu haben, da er bei einem Scan im lokalen 3G-Netzwerk 27 iPhone-SSH-Zugänge gefunden habe - 26 davon standen mit der Login-Kombination root:alpine vollkommen offen.

iPhone mit weltweiter Nutzbarkeit

Neues Gerät mit kleinerem Display und Hybrid-Chip soll in UMTS- und CDMA-Netzen funktionieren

Apple will offenbar ein iPhone auf den Markt bringen, das sowohl in UMTS- als auch in CDMA-Netzen funktioniert, wie AppleInsider erfahren hat. Damit müsste das Unternehmen nur mehr eine einzige Version seines Touchscreen-Handys für verschiedene Märkte und Provider entwickeln.

In verschiedenen Netzwerken

In den Vereinigten Staaten ist das iPhone nur bei AT&T erhältlich, angeblich soll es jedoch ab dem dritten Quartal 2010 auch von Verizon angeboten werden. In den USA beispielsweise setzen AT&T und T-Mobile auf GSM während Verizon und Sprint den CDMA-Standard verwenden.

Hybrid-Chip

Dem Bericht zufolge soll das neue iPhone mit einem nur 2,8 Zoll großen Display ausgestattet sein. Das aktuelle Handy verfügt über ein 3,5 Zoll großes Display. Industriequellen zufolge soll die Unterstützung der verschiedenen Mobilfunkstandards mit einem neuen Hybrid-Chip von Qualcomm möglich werden.

Apple TV 3.0 lässt Inhalte verschwinden

Apple hat bereits ein Update für seine neue Mediacenter-Software veröffentlicht - kein Datenverlust

Nach der Veröffentlichung von Apple TV 3.0 Ende Oktober hat das Unternehmen bereits ein Update für die Mediacenter-Software nachgeschoben. Ein Fehler in der neuen Version führt dazu, dass Medieninhalte vorübergehend bis zur nächsten Synchronisierung nicht mehr auf der Settop-Box angezeigt werden.

Update

Mit Apple TV 3.0.1 soll das Problem nun behoben werden. Zu Datenverlusten soll es nicht gekommen sein, das Problem habe lediglich bei der Anzeige der Inhalte bestanden. Das Unternehmen empfiehlt die neue Version so schnell wie möglich zu installieren. In einem Support-Artikel zum Update gibt Apple weitere Anweisungen zur Installation.

Freitag, 6. November 2009

CEO des Jahrzehnt - Steve Jobs

Seit seiner Rückkehr zu Apple hat der Computerpionier gleich mehrere Branchen nachhaltig verändert - Vom Problemfall zur Vorzeigefirma

Wohl kaum ein Firmenchef hat die letzte Dekade des Computergeschäfts so geprägt wie Steve Jobs: Mit seiner Rückkehr an die Spitze von Apple im Jahr 1997 läutete er einen beispiellosen Wiederaufstieg des Unternehmens ein, der ihm nun einen eher ungewöhnlichen Titel einbringt: Als "CEO des Jahrzehnts" würdigt das Business-Magazin Fortune den Apple-Gründer.

Umbau

Ein Titel, der sich auch zeitlich recht gut zuordnen lässt: Mit dem Jahr 2000 - und der neuen Konzentration auf digitale "Lifestyle-Produkte" - begann eine Renaissance seines Unternehmens, die sich auch in Zahlen beeindruckend nachzeichnen lässt: Damals war Apple gerade noch 5 Milliarden US-Dollar wert, aktuell liegt man bei 170 Milliarden und damit exakt auf Augenhöhe mit dem zweiten Aufsteiger des Jahrzehnts - Google.

iPod

Der traditionsreiche Computerhersteller wurde in dieser Zeit erheblich umgekrempelt, Erfolg brachten dabei zunächst vor allem Produkte jenseits des Kerngeschäfts: Der iPod schwemmte nicht nur über die Jahre erhebliche Summen an Geld in die Kassen, er ist auch bis heute das bestimmende Gerät unter allen MP3-Playern geblieben. So liegt das Apple-Gerät etwa in den USA bei einem Marktanteil von 73 Prozent.

iPhone

Über eine ähnliche Dominanz kann man sich im Mobiltelefonbereich zwar noch nicht freuen, trotzdem hat man in den letzten Jahren auch in dieser Sparte nachhaltige Spuren hinterlassen. Anfänglich von den alteingesessenen Herstellern belächelt, streben nun praktisch alle anderen Unternehmen dem Vorbild iPhone nach.

Innovativ

Erfolge, die auch die öffentliche Wahrnehmung von Apple als Innovationsführer befördert hat, und dazu führt das selbst das jahrelang stagnierende Computergeschäft des Unternehmens mittlerweile wieder boomt. Die Absatzzahlen von Mac-Rechnern sind in den letzten Jahren kontinuierlich nach oben gegangen, der Trend zum Ersatz von Desktop-Rechnern durch Laptops hat den Umsätzen weiter geholfen.

Pixar

Dabei darf nicht vergessen werden, dass Jobs in dieser Zeit nicht nur bei Apple erfolgreich war: So nebenbei hat er im Jahr 2006 auch noch das Animationsstudio Pixar erfolgreich an Disney verkauft, und zwar um stolze 7,5 Milliarden US-Dollar. Jobs selbst sicherte sich einen Platz im Disney-Vorstand und ist mittlerweile der größte Aktionär des Medienkonzerns.

Herausfordernd

Mit 57 Jahren steht Jobs nun am Beginn einer neuen Dekade, die ihm wohl ganz neue Herausforderungen bringen wird: Die Rolle des David nimmt einem Unternehmen von der Größe Apples kaum mehr wer ab, insofern bleibt abzuwarten, wie erfolgreich man als "Goliath" agieren kann. Auch persönlich könnten die kommenden Jahre herausfordern werden: Denn früher oder später wird Jobs wohl einen Nachfolger auswählen müssen, ob das dem für seinen strikten Führungsstil berüchtigten Apple-CEO gelingen wird, bleibt allerdings abzuwarten.

Donnerstag, 5. November 2009

Das schlechteste Handy der Welt

Cnet übt ungewohnt heftige Kritik am iPhone - es sei der beste Handheld-Computer der Welt aber die Sprachqualität sei Mist

Das iPhone gilt unter Usern und Testern als bislang bestes Touchscreen-Gerät für mobiles Surfen. An Kritik mangelt es natürlich nicht - vor allem was die Akkulaufzeiten angeht. Doch das Urteil von Cnet UK dürfte bislang alle Tests und Kritiken übertreffen. Autorin Flora Graham nennt das Smartphone das "schlechteste Handy der Welt".

Großartig zum mobilen Surfen

Das iPhone sei ein großartiger Handheld zum mobilen Surfen, es habe einen fabelhaften Media-Player und eine Welle zur Entwicklung tausender mobiler Apps losgetreten. Doch wenn es um die ursprünglichste Handy-Funktion - das Telefonieren - gehe, sei das Gerät schlicht und einfach Mist.

Miese Sprachqualität

Die Anrufqualität sei "armselig" aufgrund des winzigen Lautsprechers. Wenn man den Lautsprecher nicht direkt ans Ohr presse, sei die Person am anderen Ende der Leitung nicht mehr zu verstehen. Auch die mitgelieferten Kopfhörer seien schlecht gegen Umgebungslärm isoliert. Das Mikrophon fange zu viel andere Geräusche ein.

Häufige Gesprächsabbrüche

Weitere Kritik äußert Graham an häufigen Gesprächsabbrüchen. Das trete öfter auf als bei anderen Handys, die Cnet getestet habe. Teilweise läute es bei eingehenden Anrufen gar nicht. Diese Probleme würden vor allem beim 3G und 3GS auftreten. Umgekehrt gebe es sogar mehrere Fälle, in denen das Gerät selbständig Anrufe getätigt habe.

Gründe unklar

Die Hintergründe für die schlechte Verbindungsqualität seien unklar. Das iPhone wird in Großbritannien beim Provider O2 angeboten, der zwar eine schlechtere Netzabdeckung habe. Oft hätten aber andere O2-Handys durchaus Empfang, wo das iPhone keinen habe. An der Antenne könne es nicht liegen, wie in verschiedenen Tests bestätigt worden sei. Einige Experten meinen, dass manche iPhones schache 3G-Signale nicht erkennen können, was an fehlerhaften Einstellungen zwischen der Antenne und dem Verstärker für schwache Signale liegen. Massive Kritik übt die Cnet-Autorin auch an der schlechten Batterielaufzeit.

Popularität

Graham versteht jedoch, wieso das Gerät so populär ist: "es ist einfach der beste Handheld-Computer, den es gibt." Der Touchscreen reagiere extrem gut, die Benutzeroberfläche sei toll und der Media-Player sehr gut. Offenbar würden viele Nutzer schlechtere Gesprächsqualität bei heutigen Handys in Kauf nehmen, da ohnehin viele SMS nutzen, twittern oder via Facebook in Kontakt mit ihren Freunden stehen.

Beschwerden über neue iMacs

Berichte über massive Performance-Schwierigkeiten häufen sich - Ruckelnde Flash-Wiedergabe und Festplatten-Probleme

Solch einen guten Ruf Apple für seine Consumer-Produkte genießt, so regelmäßig kämpft das Unternehmen auch mit Problemen mit den ersten Lieferungen neuer Produkte. Immer wieder kämpfen "Early Adopters" mit unangenehmen Schwierigkeiten, die vor kurzem vorgestellten 27-Zoll iMacs scheinen dabei keine Ausnahme zu bilden.

Performance

So häufen sich in den Apple-Foren derzeit die Berichte über massive Performance-Probleme mit den neuen Apple-Rechnern, so soll etwa die Flash-Wiedergabe auf vielen Systemen von regelmäßigen "Hängern" geplagt zu sein. Andere NutzerInnen erzählen davon, dass sich die Festplatte immer wieder unvermutet in den Schlafzustand versetzt.

Unklarheiten

Woran dieses fehlerhafte Verhalten liegen könnte, ist derzeit noch unklar, wohl auch deswegen, da es nur auf einem Teil der ausgelieferten Systeme auftritt. Die Spekulationen reichen von einer fehlerhaften Mac OS X-Installation bis zu falschen Berechtigungen. Eine Stellungnahme von Apple gibt es bislang nicht.

Apples Design-Guru über das Mac-Design

Jonathan Ive gibt in einem Video einen Einblick in den Design-Prozess der iMacs und MacBooks

Das Unibody-Design von Apples Notebook-Serie, das nun auch beim Plastik-MacBook eingeführt wurde, ist einer der Design-Meilensteine in Cupertino. Die Laptops sind damit leichter und robuster geworden. Bei Apple ist man offensichtlich sehr stolz auf das Design, das einen wichtigen Stellenwert in der Mac-Kultur hat. In einem Video hat Jonathan Ive, Senior Senior Vice President of Industrial Design, ein paar Einblicke in den Design-Prozess gegeben.

Designer aus Leidenschaft

Ive ist maßgeblich für das Design von Apples iMac-, MacBook-, iPhone- und iPod-Reihen verantwortlich. Der Londoner ist seit den frühen 90ern bei Apple und leitet das Design-Team seit 1996. 2003 wurde er vom Design Museum London zum Designer des Jahres ernannt und erhielt den Titel "Royal Designer for Industry by The Royal Society of Arts". Ive ist, wie es Wired formuliert, "ein verdammt leidenschaftlicher Typ".

Montag, 26. Oktober 2009

Kindle-Reader für MacOS X

Amazons eBooks lassen sich angeblich schon bald auf Apple-Computern lesen

Amazons eBook-Reader Kindle erfreut sich zumindest in den USA großer Beliebtheit. Die Verbreitung des Gerätes scheint dem Online-Versandhändler allerdings nicht schnell genug voran zu gehen, um das eigene eBook-Geschäft auszuweiten, weshalb nun auch andere Endgeräte "Kindle-tauglich" gemacht werden sollen.

Software

Bereits erhältlich ist eine Kindle-Software für das iPhone, Windows-Computer sollen bald ausgestattet werden. Jetzt bestätigte eine Amazon-Sprecher auch, dass man an einer Version für Mac OS X arbeite, berichtet FastCompany. Ob man dabei gewöhnliche Macs im Auge hat oder vielleicht schon Apples kommenden Tablet-PC ist offen.

Projekt ZFS-Dateisystem eingestellt

Projekt zur Integration des modernen Dateisystems wurde eingestellt

Wer auf die Integration des modernen Dateisystems ZFS in Mac OS X gewartet hat, sollte seine Vorfreude auf ein baldiges Upgrade schnell verwerfen. Apple hat die Bemühungen in diese Richtung eingestellt. Eine Mitteilung auf MacOS Forge bestätigt:

"Das ZFS-Projekt wurde eingestellt. Die Mailing-Liste und das Repository wird ebenfalls in Kürze entfernt."

Rechtliche Gründe

Wie AppleInsider berichtet, überschlagen sich die Gerüchte, weshalb Apple das von Sun entwickelte Dateisystem nun doch nicht ins Mac-Betriebssystem übernommen wird. Einer der Gründe wird auf Suns Übernahme durch Oracle zurückgeführt. Anscheinend will Oracle ZFS nicht weiterentwickeln, weil man mit BTRFS bereits ein eigenes System unterstützt. Zudem soll ZFS vor einer Reihe von Patent-Klagen stehen. Vermutlich dürfte die schwierige rechtliche Lage zu viel für Apple gewesen sein, weshalb man das Projekt fallen ließ.

Psystar veröffentlicht Mac-Klon-Software


Mit Rebel EFI kann Mac OS X auf jedem beliebigen Intel-Rechner installiert werden

Mac-Kloner Psystar hat mit Rebel EFI eine Software veröffentlicht, mit der Nutzer Apples Betriebssystem Mac OS X auch auf Nicht-Apple-Hardware installieren können. Das Unternehmen befindet sich seit Jahren in einem Rechtsstreit mit Apple, da es eigene Hardware mit Mac OS X ausliefert.

Mac OS X nur auf Apple-Hardware

Nach Apples Nutzungsbedingungen darf das eigene Betriebssystem nur auf eigener Hardware installiert und verkauft werden. Um das Betriebssystem auf Intel-Hardware anderer Hersteller einsetzen zu können bedarf es einiger Tricks. So gibt es etwa USB-Dongles, mit denen eine Installation möglich ist. Mit Rebel EFI soll das System auf Rechnern mit Intel Core 2 Duo, Core 2 Quad, Core i7 und Xeon Nehalem aufgespielt werden können.

Auch andere Systeme

Psystar bietet Rebel EFI als kostenlose Testversion und als Vollversion um 49,99 US-Dollar an. Neben Mac OS X werden laut dem Hersteller auch andere Betriebssysteme unterstützt.

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Neue Macs zu Windows 7 Start!!

Konzern hat neben einem neuen MacBook die iMac-Linie vollkommen erneuert

Apple hat am Dienstag überraschend einen Schwung frischer Macs von der Leine gelassen. Zwei Tage vor dem Start von Windows 7. Eine klare Kampfansage an den Erzrivalen Microsoft.

Neue iMac-Familie

Das Highlight der Vorstellungsrunde: Eine komplett neue iMac-Familie mit 21,5" und 27" Breitbild-Displays mit LED-Hintergrundbeleuchtung. Üblicherweise ist mit der LED-Technologie eine bessere Farbdarstellung möglich als bei den bislang üblichen Monitoren mit Kaltkathodenstrahler. Die Geräte kosten ab 1.099 Euro und sind mit Intel Core 2 Duo Prozessoren ab 3,06 GHz sowie Core i5 und i7 Quad-Core Prozessoren bestückt. "Wir glauben, dass die Kunden die neuen iMacs lieben werden", so Marketing-Chef Philip Schiller.

Maus

Jeder neue iMac wird mit einem Wireless Keyboard und der neuen Magic Mouse ausgeliefert. Laut Apple die "erste Multi-Touch-Maus" der Welt, eine Computermaus, die ohne mechanische Tasten, Scrollräder oder Scrollbälle auskommt und mit Fingerbewegungen auf einem nahtlosen, berührungssensitiven Gehäuse bedient wird. "Durch intuitive Fingerbewegungen können die Nutzer sehr einfach durch lange Dokumente scrollen, über große Bilder schwenken oder mittels 'Streichen' sich rückwärts und vorwärts durch eine Sammlung von Fotos oder Webseiten bewegen", teilte das Unternehmen mit.

Die Mac-Mini-Linie bekam neue Prozessoren und Arbeitsspeicher spendiert. Zusätzlich gibt es den Kleinen auch als Serverversion. Der neue iMac 3,06 GHz Intel Core 2 Duo und die Mac mini Modelle sind bereits im Fachhandel erhältlich. Die Intel Core i5 und i7 Quad-Core iMacs werden ab November ausgeliefert.

Macbook reloaded

Ergänzend hat Apple ein erneuertes 13-Zoll MacBook präsentiert. Das MacBook gibt es nun im neuen robusten Polycarbonat Gehäuse, es besitzt ein Display mit LED-Hintergrundbeleuchtung, ein Multi-Touch Trackpad aus Glas und „eine eingebaute Batterie für bis zu sieben Stunden Laufzeit mit einem einzigen Ladezyklus". Als Herz werkt ein 2,26 GHz Intel Core 2 Duo Prozessor. Das neue Macbook ist bereits im Handel und kostet 899 Euro - sein Vorgänger schlug sich mit 50 Euro mehr zu Buche.

Mac OS X

Die iMacs und MacBooks laufen wie alle aktuellen Rechner von Apple mit dem Betriebssystem Mac OS X, das in den vergangenen Jahren seinen Marktanteil zwar mehr als verdoppeln konnte, weltweit aber schätzungsweise bei fünf Prozent liegt. Hier dominiert Microsoft mit seinen verschiedenen Windows-Versionen mit einem Anteil von über 90 Prozent.

Mit den neuen Macs und mit einem sensationellen Quartalsergebnis hat Apple Microsoft wohl einen Teil der Win 7-Show gestohlen.

Dienstag, 20. Oktober 2009

Windows 7 vs. Snow Leopard

Mac OS X sticht Windows 7 bei Start und Shutdown aus - bei Games hat Windows Nase vorn

Sowohl Microsoft als auch Apple haben hohe Erwartungen an den Start von Windows 7. Während die Redmonder hoffen, dass mit Windows 7 die Jahre von Vista aus dem Gedächtnis von Usern, Unternehmen und Medien gestrichen werden können, hofft man in Cupertino, dass sich Kunden gegen ein Update und für einen neuen Mac entscheiden. Welches OS nun das bessere ist, darüber scheiden sich naturgemäß die Geister. Cnet hat die Systeme nun zum Vergleichstest antreten lassen.

MacBook Pro als Test-System

Die Tester haben Usability, Sicherheit und Design außen vor gelassen und sich ausschließlich auf die Performance konzentriert. Beide Systeme wurden auf dem gleichen MacBook Pro 15 Zoll mit Intels Core 2 Duo mit 2,5 GHz, 4 GB Arbeitsspeicher und einer Nvidia GeForce 9600M GT-Grafikkarte mit 512 MB Videospeicher auf den Prüfstand gestellt. Mac OS X Snow Leopard wurde auf die normale 320-GB-Hitachi-Festplatte des MacBooks gespielt. Die 64-bit RTM-Version von Windows 7 wurde auf eine Western Digital Scorpio Blue-HD installiert, die zum Testen gegen die Hitachi ausgetauscht wurde. Windows und entsprechende Anwendungen läuft auf Macs dank Boot Camp mit nativen Windows-Treibern. Im Test kam Boot Camp 3.0 zum Einsatz, das bereits über die aktuellen Treiber für Windows 7 verfügt.

Snow Leopard bei Start und Shutdown flotter

Mit dieser Konfiguration konnte Snow Leopard den Microsoft-Konkurrenten in Zeit-basierten Tests abhängen. Apples eigenes Betriebssystem startete mit 36,4 Sekunden schneller als Windows mit 42,7 Sekunden und fuhr mit 6,6 Sekunden doppelt so schnell herunter wie Windows 7 mit 12,63 Sekunden. Beim iTunes-Encoding-Tests verglich Cnet die Zeiten, wie lange die Systeme für die Konvertierung von 17 Liedern vom MP3- ins AAC-Format benötigten. Unter Snow Leopard waren die Songs in 149,9 Sekunden umgewandelt, Windows 7 benötigte 162 Sekunden.

QuickTime-Vergleich

Den deutlichsten Unterschied gab es beim Multimedia/Multitasking-Test. Hier verglichen die Tester wie schnell die Betriebssysteme ein Video-File mit QuickTimes vom MP4- ins iPod-Format konvertieren konnten, während im Hintergrund iTunes-Songs umgewandelt wurden. Hier stach Snow Leopard Windows 7 mit 444,3 Sekunden zu 723 Sekunden aus. Allerdings ist dieser direkte Vergleich nicht ganz fair, da es für Apples System bereits das neue QuickTime X gibt, während unter Windows nur die 32-bit-Version QuickTimes 7.6.4 zur Verfügung steht. Der große Unterschied ist wohl hier eher der deutlich verbesserten Version von QuickTime geschuldet.

Spiele unter Windows besser

Bei Cinebench R10 und Call of Duty 4 wurde nicht nach Zeit, sonder mit eigenen Punktesystemen getestet. Cinebench R10 überprüft das 3D-Image-Rendering. Hier übertraf Windows 7 den Apple-Konkurrenten mit 5.777 Punkten zu 5.437 Punkten. Auch bei Call of Duty 4 machte Windows eine bessere Figur mit höheren Frame-Raten - 26,3 Frames pro Sekunde unter Windows 7 im Vergleich zu 21,2 Frames pro Sekunde unter Mac OS X 10.6.

Längere Akkulaufzeiten mit Mac OS X

Beim letzten Test verglich Cnet schließlich noch die Batterielaufzeit unter extremer Auslastung. Hier schaffte das MacBook Pro unter Windows 7 immer etwa nur zwei Drittel der Laufzeit von Snow Leopard. Im extremsten Fall hielt Windows 7 nur 78 Minuten, während die Batterie von Snow Leopard 111 Minuten lang arbeitete. An diesem großen Unterschied sollen jedoch schlechtere Treiber der neuen Boot Camp Version 3 schuld sein. Mit Boot Camp 2.1 habe Windows auf dem Mac-Rechner länger durchgehalten, obwohl es nicht an die Zeiten von Mac OS X herangekommen sei.

Mac oder Windows?

Das Fazit des Performance-Vergleichs: Windows 7 schneidet bei 3D-Grafik und Spielen besser ab und ist daher eine bessere Wahl für Spieler. Da Games traditionell aber ohnehin eher für Windows programmiert werden, ist das kein überraschendes Ergebnis. Ebenso wenig überrascht die Tatsache, dass Apple-eigene Anwendungen mit Snow Leopard eine wesentlich bessere Performance liefern als unter Windows. Bei den Start- und Shut-Down-Zeiten ist Snow Leopard das flottere System. Wer nicht aufs Geld schauen muss - so der Schluss von Cnet - sei aber mit einem Mac besser beraten, denn es ist bislang das einzige System, auf dem man sowohl Mac OS X als auch Windows (legal) nutzen kann.

Verkaufsrekord bei Apple

Die Steve Jobs -Company steigerte Gewinn um satte 47 Prozent

Apple setzt seinen Siegeszug auch mitten in der Wirtschaftskrise fort. Der Technologiegigant übertraf im Sommer dank des Ansturms auf seine Mac-Computer und iPhone-Handys erneut alle Erwartungen - Experten sprachen von "phänomenalen" Ergebnissen. Der Absatz der Computer mit dem angebissenen Apfel stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17 Prozent auf 3,05 Millionen Exemplare. Im Sog der Apple-Zahlen legten am Dienstag weltweit Technologie-Aktien zu, das Apple-Papier kletterte in New York nachbörslich auf ein neues Allzeithoch von knapp 203 Dollar. Der Überschuss des US-Konzerns kletterte im Ende September abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal um 47 Prozent auf knapp 1,7 Milliarden Dollar (1,1 Mrd. Euro).

Schwieriger Markt

Der Erfolg mit Mac-Computern auf einem derzeit sehr schwierigen PC-Markt gelingt dem Konzern aus Kalifornien vor der Markteinführung von "Windows 7" des Softwarekonzerns und Apple-Konkurrenten Microsoft. Dieser wird am Donnerstag sein neues Betriebssystems präsentieren und am Freitag seine Bilanzdaten veröffentlichen.

Verkaufsschlager iPhone

Neben den Macs konnte sich Apple auf seinen Verkaufsschlager iPhone verlassen. Der Absatz des Multimediahandys stieg um sieben Prozent auf 7,4 Millionen. Der drittgrößte Handyhersteller der Welt hinter Nokia und Samsung bewies damit, dass sich sein bisheriger Gewinngarant weiter großer Nachfrage erfreut. Konkurrenten wie Nokia und Blackberry-Hersteller Research in Motion kämpfen hingegen bei den Smartphones mit der weltweit herrschenden Konsumflaute. Lediglich beim Verkauf des Musikabspielgerätes iPod schwächelte Apple, der Absatz ging um acht Prozent auf 10,2 Millionen Exemplare zurück.

Es sei unglaublich, in welchem Ausmaß Apple schon wieder die Erwartungen übertreffe, sagte Analyst Daniel Ernst von Hudson Square Research. Viele Branchenkenner bewerteten die Zahlen mit Superlativen. "Dies sind phänomenale Resultate", betonte Shannon Cross von Cross Research. Brian Marshall von Broadpoint Amtech meinte sogar: "Apple hat mit dem iPhone sicherlich den großartigsten Produktzyklus des Planeten".

"Wir sind begeistert, mehr Macs und iPhones als in irgendeinem früheren Quartal verkauft zu haben"

Unter dem Strich blieben Apple im vierten Quartal 1,67 Milliarden Dollar Gewinn oder 1,82 Dollar pro Aktie, wie der Medienliebling am Montag nach US-Börsenschluss mitteilte. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit einem Überschuss je Anteilsschein von 1,42 Dollar gerechnet. Vor einem Jahr hatte Apple 1,14 Milliarden Dollar verdient. Die Erlöse stiegen um 25 Prozent auf 9,87 Milliarden Dollar.

"Wir sind begeistert, mehr Macs und iPhones als in irgendeinem früheren Quartal verkauft zu haben", sagte Apple-Chef Steve Jobs. Apple habe eine sehr starke Verkaufspalette für die Weihnachtszeit und bereite einige wirklich großartige Produkte für 2010 vor. Erst Anfang September war der legendäre Manager nach schwerer Krankheit und einem Jahr Abwesenheit erstmals wieder öffentlich aufgetreten und hatte damit Fans und Investoren erfreut.

Für das Weihnachtsquartal kündigte der für seine zurückhaltenden Prognosen bekannte Konzern einen Gewinn zwischen 1,70 und 1,78 Dollar pro Aktie sowie einen Umsatz zwischen 11,3 und 11,6 Milliarden Dollar an. In diesem Quartal wird Apple mit dem Verkauf von iPhone in China beginnen. "Wir waren sehr überrascht von der Nachfrage", sagte Apples Geschäftsführer Tim Cook.