In vielen Bereichen schwächelt das iPad, doch bei Casual Games und zum Zeitunglesen ist es ideal
Wozu braucht man nun eigentlich ein iPad? Diese Frage beschäftigt interessierte Nutzer und IT-Journalisten auch noch Monate nach dem Marktstart. Es gibt keine Funktion, die nicht schon von Computern oder Smartphones abgedeckt wird. Und doch: bei Konferenzen, Meetings oder auch in Cafés, auf Bahnhöfen oder Flughäfen wird Apples Tablet häufiger gesichtet. Erst die Langzeitnutzung zeigt, wo die wahren Stärken des iPad liegen: beim Schmökern und Spielen.
Schmökern
Das 10 Zoll große Touch-Display und die lange Laufzeit machen das iPad zum idealen Lesegerät für News, Magazine, E-Mails und Dokumente. Viele News-Portale haben bereits eigene Apps, die den iPad-Bedinungen angepasst sind. Über den Safari-Browser können natürlich auch die normalen Websites der Medien angesurft werden, wobei sich hier jedoch die fehlende Unterstützung von Flash oft bemerkbar macht. Portale wie Wired haben es jedoch verstanden, mit ihren iPad-Apps kostenpflichtige Ausgaben mit Mehrwert durch interaktive Layouts zu schaffen. Eine herausragende Anwendung ist etwa auch Flipboard, das den Facebook- und Twitter-Account mit verschiedenen anderen Quellen für News und Fotos zu einem persönlichen Magazin mixt.
Spielen
Ein zweites ideales Einsatzgebiet sind Games und Unterhaltungsanwendungen, deren Interface und Spielprinzip die Multitouch-Eingaben voll ausnutzen. Gerade bei den Casual Games für zwischendurch gibt eine große Auswahl - ob nun Physics-Games, Denkspiele, Puzzle, Point-and-Click oder Click-Management. Spiele wie Monkey Island 2 oder Plants vs. Zombies HD haben die iPad-Steuerung gut umgesetzt.
Business-Anwendungen
Jason Hiner von TechRepublic ist auch der Meinung, dass die Stärken des iPads bei der Multitouch-Steuerung auch zu Business-Anwendungen führen werden. So seien in Zukunft etwa Bestellformulare oder Kunden-Präsentationen denkbar, die stärker auf Touch-Eingaben basieren und dadurch ansprechender und einfacher werden. Hiner geht davon aus, dass bald mehr Firmen das iPad für Unternehmenszwecke einsetzen werden. Zum Musikhören oder Videos ansehen sei das iPad für Hiners Geschmack hingegen zu sperrig und schwer. Mit einer kleineren Version, die angeblich Anfang 2011 vorgestellt werden soll, könnten dies Bedenken aus dem Weg geräumt werden.
Mehr Funktionen mit iOS 4.2
Mit dem Update auf iOs 4.2 werden einige fehlende Funktionen nachgereicht. So wird das iPad ebenfalls wie das iPhone Multitasking-fähig, es erhält eine Druckfunktion und die Möglichkeit Apps in Ordnern zu sortieren.