Montag, 30. August 2010

Deutsche Telekom verärgert über lange Wartezeit

Kunden müssen bis zu neun Wochen warten - zehntausende Vorbestellungen

Die Lieferprobleme von Apples neuem Smartphone sorgen bei der Deutschen Telekom für Verstimmung. Die Wartezeit für ein iPhone 4 könne leider neun Wochen betragen, sagte Telekom-Deutschland-Chef Niek Jan van Damme dem "Focus". "Wir haben zehntausende Vorbestellungen für die Geräte. Ohne Lieferverzögerungen hätten wir viel mehr iPhone-Verträge abschließen können", erklärte er fügte hinzu: "Leider verrät uns Apple keine genauen Gründe für die Verzögerungen." Ein Abebben der Euphorie um das Kult-Handy kann der Niederländer jedoch nicht feststellen. "Der iPhone-Boom bleibt unberührt." Das Gerät und andere Smartphones seien derzeit die wichtigsten Treiber für die gesamte Branche.

Attacke auf Sky

Angriffslustig zeigte sich van Damme auch gegenüber dem Pay-TV-Konkurrenten Sky Deutschland. Die Telekom werde Sky bald überholen und zum Marktführer im deutschen Bezahlfernsehen aufsteigen, sagte der Telekom-Vorstand. Sky hat derzeit etwa 2,5 Millionen Abonnenten, die Telekom geht laut "Focus" Ende 2010 von etwa 1,5 Millionen Kunden für ihre Angebote wie Liga Total aus. Van Damme kündigte an, ab September in der Telekom-Online-Videotheke auch 3-D-Filme anzubieten. Mittelfristig seien auch Fußballübertragungen in 3-D denkbar. "Wir reden mit der Deutschen Fußball Liga über vieles rund um die Bundesliga - auch über 3-D", sagte der Manager. Derzeit werde die Bundesliga aber noch nicht in 3-D produziert.

Neues bei Apple am 1. September!

Apple bereitet Yerba Buena Center auf Event am kommenden Mittwoch vor

Apple hat begonnen, das Yerba Buena Center in San Francisco für einen Event am kommenden Mittwoch, den 1. September, herauszuputzen. Das Gebäude wurde bereits mit einer riesigen Plane verfüllt, auf der eine Gitarre und Apples-Logo abgebildet sind, Wired hat ein Foto des Gebäudes auf Twitter veröffentlicht. Mehrere Medien hatten zuvor Einladungen für den 1. September erhalten. Die Spekulationen, was Apple vorstellen könnte, reichen von iTV bis zu neuen iPods. Die Gitarre legt nahe, dass sich der Event um Musik drehen wird.

Neue iPods

Dass Apple neue iPods auf Lager haben soll, geistert schon länger durch die Gerüchteblogs. iLounge will erfahren haben, dass Apple das Design des iPod Toch überarbeitet hat. So soll die Rückseite des Musikplayers nicht mehr abgerundet sein. Allerdings soll Apple nicht die Materialien des iPhone 4 verwendet haben. Der neue iPod Touch werde auch über eine Kamera und vermutlich auch ein Mikrophon verfügen. Gerüchteweise soll auch der iPod nano eine neue Form und einen Touchscreen erhalten.

iTV

Bereits seit längerem wird auch spekuliert, dass Apple im September das rundum erneuerte iTV, bislang Apple TV genannt, vorstellen wird. Die Hardware von iTV soll verkleinert worden sein, als Betriebssystem soll iOS4 darauf laufen. Mit der Set-Top-Box will Apple angeblich nicht nur Videos, sondern auch Apps auf die Bildschirme bringen. Zugleich wird spekuliert, dass das Videoangebot in iTunes erweitert wird. So könnten TV-Serien um 99 US-Cent verliehen werden. Wie immer werden Apples Neuheiten erst dann offiziell bestätigt, wenn Steve Jobs sie auf der Bühne präsentiert.

Mittwoch, 25. August 2010

Geschwindigkeitseinbusen für iPhone 3GS mit iOS4

Zahlreiche Kunden beschweren sich über massive Probleme seit dem Software-Update - Weiteres Update soll helfen

Mit der neuen Software iOS4 verspricht Apple viele neue Funktionen fürs iPhone. Neben Multitasking gibt es etwa auch eine überarbeitete Benutzeroberfläche und einige Features, die die Verwaltung von Apps oder auch Emails erleichtern. Während die neue Software auf den aktuellen Modellen iPhone 3GS und iPhone 4 reibungslos funktioniert, melden sich immer unzufriedene Nutzer von upgedateten iPhone 3G-Geräten.

Gegenüber dem WebStandard berichtet ein betroffener Leser, "das iPhone 3G ist seit dem empfohlenen Update auf iOS4 extrem langsam." Teilweise könne er nicht einmal Anrufe entgegennehmen. "Es benötigt nämlich so lange den Input vom Touchscreen zu verarbeiten, dass der Anrufer inzwischen längst auf der Box landet", so Eduard W.

Zahlreiche Beschwerden

Mit seinem Problem ist der verärgerte iPhone 3G-Besitzer nicht alleine. In einem entsprechenden Eintrag in Apples Support-Forum melden sich hunderte Kunden mit ähnlichen Problemen zu Wort. Der User Marky Angelo etwa listet eine ganze Reihe an Beschwerden auf, die er seit dem Update auf iOS4 beklagt. So würden etwa Apps wie iTunes oder iBooks extrem lange zum Öffnen brauchen. Auch der Kalender sei behäbiger geworden, die Liste könne er ewig fortsetzen. "Ich wünschte, es gäbe ein Feature, um Funktionen abzustellen, die man nicht braucht, aber möglicherweise Speicher fressen (die Spotlight Suche, die neue Rechtschreibkorrektur, etc). Ich denke, wenn diese Features abgedreht werden, würde das iPhone 3G wieder so flüssig und reibungslos funktionieren, wie in den guten alten iOS 2.0-Tagen...", meint Angelo. Insgesamt zählt der Forenbeitrag "Iphone 3G slow after update to IOS4" bereits rund 1.300 Postings.

Keine Lösung gefunden

Eine zufriedenstellende Lösung soll den betroffenen Nutzern nach bislang nicht gefunden worden sein. Tipps wie "mehrfaches Neustarten des Handys" oder die "Rückstellung auf Werkseinstellungen" würden nicht zum Erfolg führen. Ärgerlich sei, dass ein helfendes Update für iOS4 schon länger versprochen worden sei, bislang habe aber noch keine Aktualisierung gefruchtet. Tüftler versuchen ihr iPhone 3G downzugraden oder mittels eines Jailbreaks wieder mit der alten Software zu beglücken. Für Otto Normalverbraucher ist dies jedoch kein zufriedenstellender Ausweg aus der Misere, erwartet man sich doch von einer neuen Software eigentlich Verbesserungen. Auf bekannten Videoplattformen wie Youtube kursieren so auch bereits diverse Beiträge, welche den Unmut über die iOS4-Probleme audiovisuell verdeutlichen.

Enttäuschung

"Das schlimmste für mich als langjähriger Apple-Kunde ist, dass man von Apple einfach alleingelassen wird. Kein "Sorry", kein Entgegenkommen. Apple meint, es gebe dafür keine Haftung, meine Garantiezeit sei vorbei. Ob das rechtlich OK ist, keine Ahnung. Letztlich ist es kein Gebrechen des Telefons, sondern ein Fehler, der von Apple gemacht wurde", zeigt sich Eduard W. verärgert.

HTC: Apple Patente ungültig

Handy-Hersteller weist die Vorwürfe von Apples zweiter Patentklage zurück

Das taiwanesische Unternehmen HTC, das in den letzten Jahren vor allem durch seine Android-Handys am europäischen und US-Markt größere Bekanntheit erlangt hat, hat auf Apples neuerliche Patentklage reagiert. Das Unternehmen erklärt in einer von Groklaw veröffentlichten Stellungnahme für das Gericht, dass die von Apple erhobenen Patentansprüche haltlos seien.

"Patent ungültig"

Abgesehen davon, dass HTC keine Patente verletzt habe, seien die von Apple genannten Patente aus mehreren Gründen ungültig. Das Unternehmen könne ältere Rechte und Lizenzabkommen mit Zulieferern nachweisen und verlange außerdem die Verlegung des Verfahrens von Delaware nach Kalifornien.

Gegen Android

Die Stellungnahmen bezieht sich auf die von Apple im Juni eingereichte zweite Klage, in der es um vier Patente geht. Gegen die erste Klage von Apple, die sich auf 20 Patente bezieht, hat das Unternehmen bereits zuvor eine Gegenklage angestrengt. Apples wahre Absicht hinter den Klagen liegt darin, über den Umweg von HTC als kleinerem Gegner eigentlich Googles Betriebssystem Android zu treffen. Darüber waren sich Beobachter und HTC selbst bereits nach der ersten Klage einig. HTCs Anwort auf die zweite Klage dürfte aber keinen Zweifel daran lassen, dass das Unternehmen mit harten Bandagen kämpfen wird und sich Google Unterstützung sicher ist.

Apple behebt Sicherheitslücken

Kritische Lücken erlaubten Einschleusen von Schadcodes

Apple hat mit einem neuen Update für die Betriebssysteme Mac OS X Server 10.5 und 10.6 sowie Mac OS X 10.5.8 und 10.6.4 insgesamt acht Sicherheitslücken gestopft. Der Großteil der Schwachstellen wurde dabei mit "kritisch" eingestuft. Unter anderem hat das Unternehmen zwei Fehlerquellen in der Software Samba und CoreGraphics beseitigt. Erstere erlaubt es Angreifern, einen beliebigen Schadcode auf einem System auszuführen. Bei CoreGraphics war es möglich, über einen Buffer Overflow manipulierte PDF-Dateien einzuschleusen.

Useridentifizierung sorgt für Aufruhr



Journalisten äußern sich teils kritisch zu Sicherheitsmechanismus

Das nächste iPhone könnte das eigene Gesicht scannen oder den Herzschlag messen, das geht aus einem Patentantrag von Apple hervor. Der von Apple nun öffentlich gewordene Patentantrag rechtfertigt solche Möglichkeiten mit der potenziellen "unautorisierten Nutzung" durch Dritte. Das Gerät können Gesichter und Stimmen erkennen oder den Herzschlag messen. Damit Unberechtigte keinen Zugriff auf sensible Daten haben könnten Geräte per Remote deaktiviert oder teilweise gesperrt werden.

"1984"

Eine Methode, um herauszufinden ob ein iPhone gestohlen wurde, sei in Erfahrung zu bringen, ob ein Gerät gehackt oder die SIM-Karte entfernt wurde. Besorgte Journalisten erinnern dabei an George Orwells Roman "1984", in dem es um einen totalitären Überwachungs- und Präventionsstaat geht. "Das im Patent beschriebene System würde Apple die Deaktivierung von Geräten mit Jailbreak, unter dem Deckmantel des Diebstahlschutzes, ermöglichen", schreibt Mashables besorgte Redakteurin Lauren Indvik. Vermutlich sei das System nicht dazu in der Lage zu erkennen, wann es sich um einen gewollten Jailbreak handle und wann nicht.

Auch das britische Blatt The Register zeigt sich besorgt. Selbst wenn es sich bei Apples Patentantrag um einen Sicherheitsmechanismus handle, seien die Möglichkeiten für "Steve Jobs und Co" bedenklich. So könnten iPhones einfach deaktiviert werden, sollten sie anders genutzt werden, als von Apple gewollt.

Verteidigung

Wired sieht die Grundlage für solch "paranoide Gedankengänge" in den Ereignissen der nahen Vergangenheit. Im Februar etwa wurden Untersuchungen gegen einen Schulbezirk eingeleitet, der seine Schüler via Webcam ausspionierte. Und auch Google hatte in letzter Zeit mit Datenschutzklagen zu kämpfen, etwa im Zuge der vermeintlich illegalen Sammlung von Wlan-Daten.

Trotz aller Kritik, so schreibt das Branchenmagazin, ließ sich Apple hinsichtlich des Datenschutzes noch nichts zu Schulden kommen. Und auch Steve Jobs beteuert, dass man die Privatsphäre "sehr ernst" nehme, was sich mit den Worten im Patentantrag deckt. Demnach würde das potenzielle Patent ausschließlich zum Diebstahlschutz eingesetzt.

Auch Forbes-Analyst Brian Caulfield mahnt, im Blog, Apple für die Sicherheitstechnologie nicht zu verurteilen. Er stellt Nutzern die Frage ob es ihnen lieber sei, dass ein Dieb das eigene Adressbuch durchblättere und Kreditkarteninformationen in Erfahrung bringe. Zwar seien "Bedenken nicht unbegründet", doch überwiegen die Vorteile.

Streit um Vorlesefunktion

Aus einem Bericht der New York Times geht hervor, dass Apple bald auf Widerstand bei Buchautoren stoßen könnte. Denn im Rahmen der "VoiceOver-"Funktion des iPhone 4, welche sehbehinderten Menschen beispielsweise E-Books vorlesen kann, könnte der Autorenverband "Author's Guild" erneut Beschwerde einreichen. Amazons E-Book-Reader Kindle sollte damals mit einem ähnlichen Feature ausgestattet werden, aufgrund des regen Widerstandes seitens der Autoren ließ Amazon aber letztlich davon ab.

Patent für iMac Touch!



Apple will Touch-Oberflächen offenbar auch auf die Bildschirme von iMacs ausweiten

Mit Magic Mouse und Magic Trackpad hat Apple bereits zwei Produkte vorgestellt, welche die Eingabemöglichkeiten für Desktop-Computer um Touch-Gesten erweitern. Ein neu entdeckter Patenantrag zeigt nun jedoch, dass das Unternehmen noch weiter gehen will und offenbar an einem iMac mit Touchscreen arbeitet. Apple-Beobachter hatten bereits zuvor damit gerechnet, dass das Unternehmen aus Cupertino in diese Richtung arbeiten werde.

Zusätzliche Eingabemöglichkeit

Das Dokument trägt den Namen "Transitioning Between Modes of Input" und wurde auf der Website der World Intellectual Property Organization von AppleInsider aufgestöbert. Der Antrag wurde bereits am 9. Juli 2009 eingebracht. Das Patent zeigt Methoden, wie der Screen je nach Lage das entsprechende User Interface anzeigt. Dafür sollen Beschleunigungs- und Positionssensoren zum Einsatz kommen. Apple denkt demnach zu urteilen nicht daran, Maus und Keyboard vollkommen zu ersetzen, sondern Touch als zusätzliche Eingabemethode einzuführen.

Wechselnde Interfaces

So könnte ein iMac in aufgerichteter Position das Interface zur Bedienung mit Maus und Keyboard anzeigen. Klappt man den Fuß zusammen und den Bildschirm nach hinten, soll automatisch zu dem für Touch-Eingaben geeigneten Interface gewechselt werden. Mehrere Zeichnungen in dem Antrag veranschaulichen Apples Vorstellungen.

Gerüchte um iMac Touch

Die Gerüchte um einen iMac Touch existieren bereits seit längeren. Noch vor Präsentation des iPads hatte das Branchenportal Digitimes berichtet, dass Apple im Jänner einen 22-Zoll großen iMac mit Touchscreen auf den Markt bringen wolle. Die Spekulationen der Seite haben sich zwar nicht bewahrheitet, der nun aufgetauchte Patentantrag untermauert die Gerüchte jedoch.